Minijob und Midijob
Januar 29, 2019

Neues 2020

Neues in 2020

 
Ich werden hier in Ultra-Kürze die Neuerungen in 2020 vorstellen und zwar die, die mich am Meisten interssiert haben und wo meine Kunden Berührungspunkte haben.

Kleinunternehmerregelung 2020

Ab dem 1. Januar 2020 hat sich die Kleinunternehmergrenze geändert. Die Gesetzesänderung bringt für viele Unternehmer Erleichterungen mit sich. Als Kleinunternehmer müssen Sie keine Umsatzsteuer ausweisen. Dies regelt § 19 des Umsatzsteuergesetzes.

Bislang galt eine Obergrenze für die Kleinunternehmerregelung von 17.500. Wenn Ihr Jahresumsatz aus umsatzsteuerpflichtigen Waren und Dienstleistungen diesen Wert nicht überstieg, dann konnten Sie die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. (Gilt immer für das Vorjahr)

Diese zulässige Umsatzgrenze wird 2020 auf 22.000 EUR angehoben.

Von der Gesetzesänderung profitieren Kleinunternehmer, die Umsätze erzielen, die im Bereich von 17.500 EUR bis 22.000 EUR liegen. Für diese Selbstständigen besteht künftig eine Befreiung von der Umsatzsteuer nach § 19 Umsatzsteuergesetz. Somit können weitere Unternehmer von der Umsatzsteuerbefreiung profitieren.
Wichtig zu wissen: Die Entscheidung zur Optierung der Umsatzsteuerabführung ist grundsätzlich für fünf Jahre bindend. Die Gesetzesänderung umfasst die Freigrenze des Umsatzes, von der die Umsatzsteuer abgeführt wird. Maßgeblich für die Berechnungsgrundlage ist immer der Umsatz vom Vorjahr.
Die aktuellen Werte:
  • Höchstens 17.500 EUR im Jahr – maßgeblich ist der Umsatz vom Vorjahr – bis 31.12.2019
  • Höchstens 22.000 EUR im Jahr ab 01.01.2020

Achtung! Sie müssen auf Ihren Rechnungen vermerken, dass Sie nach § 19 Umsatzsteuergesetz von der Pflicht zur Ausweisung der Mehrwertsteuer befreit sind. Sie dürfen künftig keine Umsatzsteuer mehr vereinnahmen und Ihre gezahlte Umsatzsteuer für die Betriebsausgaben nicht mehr geltend machen.

Wenn Sie nicht sicher sind, sollten Sie einen Steuerberater fragen. Der Experte wird sich Ihre individuelle Situation anschauen und Sie entsprechend Ihrer geschäftlichen Tätigkeit und Ihres Umsatzes eingehend beraten.

Achtung Gründer

Als Neugründer müssen Sie Ihren Umsatz für das erste Jahr schätzen. Anhand dieser Schätzung, die nicht ohne einen Steuerberater vorgenommen werden sollte, wird bemessen, ob es sinnvoll ist, die Kleinunternehmerregelung anzuwenden oder ob dieser Weg aufgrund eines zu hohen Umsatzes nicht beschritten werden sollte.

Verpflegungsmehraufwendungen 2020

Ab Januar 2020 gelten neue Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen für betrieblich veranlasste Auslandsdienstreisen.

Für Geschäftsreisen im Inland erhöhen sich die Pauschbeträge. Die Pauschale für 8 bis 24 Stunden Abwesenheit steigt auf 14 Euro. Bisher waren es 12 Euro. Die Pauschale für mehrtätige Reisen kann nun mit 28 Euro angesetzt werden. Bisher waren es 24 Euro.

Dauer der geschäftlich bedingten AbwesenheitVerpflegungsmehraufwand
ab 8 bis 24 Stunden14 € (bisher 12 €)
ab 24 Stunden28 € (bisher 24 €)


Das offizielle Schreiben des Bundesfinanzministeriums mit der Länderübersicht und allen Daten zum Download für das Jahr 2020 finden Sie unter www.bundesfinanzminsterium.de

Mindestlohn - neu festgelegter Mindestlohn ab 2020

Seit dem 1.1.2015 gilt in Deutschland ein brachenübergreifender Mindestlohn und es galt ein Mindestlohn für jede Zeitstunde von 8,50 €.

Ab dem 1. Januar 2020 gilt der aktuelle gesetzliche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde in Deutschland.

Bei einer fünf Tage-Woche mit 40 Stunden wären das bei durchschnittlich 21 Tagen pro Monat 1570,80 Euro brutto. Bei dem Mindestlohn handelt es sich um einen Brutto-Stundenlohn, Das ist gesetzlich so geregelt ist. Außerdem ist der Mindestlohn vom Erfolg entkoppelt.

Die Mindestlohn-Kommission wird Mitte 2020 ihre Empfehlung für die weitere Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns aussprechen. Diese Empfehlung würde dann am 1. Januar 2021 in Kraft treten, sofern die Bundesregierung ihr zustimmt. Ein Mindeststundenlohn von 9,82 Euro ab 2021 ist im Gespräch.

Hier die Sätze im Überblick:

Allgemeiner Gesetzlicher Mindestlohn
1.1.2019 - 31.12.2019 1.1.2020 - 31.12.2020
9,19 Euro 9,35 Euro

Job-Ticket 2020

Nachdem die Steuerfreiheit für Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen der Wohnung des Arbeitnehmers und seiner Tätigkeitsstätte Ende 2003 abgeschafft wurde, wurde die Möglichkeit der steuerfreien Gewährung solcher Zuschüsse wieder eingeführt.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Vergünstigung sind:
  • Die Vergünstigung muss durch einen Arbeitgeber an einen Arbeitnehmer im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses erfolgen.
  • Der Zuschuss kann durch die kostenlose oder vergünstigte Überlassung einer Karte für öffentliche Verkehrsmittel oder durch den Zuschuss zu einer solchen Karte erfolgen.
  • Der Zuschuss muss zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt werden.
  • Begünstigt sind Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte und alle weiteren Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr; der Luftverkehr ist ausdrücklich ausgeschlossen. Auch der Transport mit Taxen fällt nicht unter die Regelung.
  • Zu beachten ist, dass die steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale angerechnet werden. Hierdurch wird verhindert, dass es zu einer doppelten Vergünstigung kommt, nämlich einmal durch die Steuerfreiheit des Zuschusses und einmal durch die Geltendmachung der Fahrtkosten.
 
Dieser Artikel hat keinen den Anspruch auf Vollständigkeit. Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichungen kann trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernommen werden.

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